#6 Getting Started 6 - Das Longevity-Blutbild (1/2) (mit Marco von immocation)

Shownotes

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00:00 Intro & Überblick Blutwerte 01:30 Warum ein „großes Blutbild“ nicht reicht 03:30 Die wichtigsten Kategorien im Blutbild 06:30 Lp(a): genetisches Risiko verstehen 10:00 ApoB: der wichtigste Cholesterin-Wert 14:30 Warum LDL allein nicht ausreicht 18:00 Medikamente zur Cholesterinsenkung 22:30 Zukunft: neue Therapien für Lp(a) 26:30 Weitere genetische Marker (ApoE etc.) 30:00 Omega-3 & Fettsäuren 33:30 Blutzucker verstehen (HbA1c) 38:30 Ernährung & Einfluss auf Zuckerwerte 42:00 HOMA-Index & Insulinsensitivität 46:00 Warum Kontext wichtiger ist als einzelne Werte 50:00 Fazit: Diese Werte solltest du kennen

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Herzlich willkommen beim Long Game Podcast. Wir bei Long Game wollen, dass möglichst viele Menschen lange und vor allem gesund leben und im Hier und Jetzt ihre maximale Performance abrufen. Du bist hier in der Serie Getting Started, in der wir einmal unsere Longevity Basiswissen weitergeben.

Und heute soll es um das Thema Blutwerte gehen. Wir haben diese Folge tatsächlich in zwei Folgen splitten müssen, weil es einfach so umfangreich war. Denn wir gehen jetzt gleich durch über 110 Blutmarker, die Markus tagtäglich in seiner Praxis eben abnimmt, um Patienten präventiv bestmöglich einzustellen und zu verstehen, wo sie gerade stehen.

Wir gehen durch diese Werte leicht priorisiert. Also Markus sagt genau, auf welche die wichtigsten Werte sind, auf die er eben achtet. Und ich muss sagen, als Laie kannte ich viele Werte im Vorfeld nicht.

Aber bin dann durch die Erklärung von Markus wirklich zum Teil etwas schockiert gewesen, warum viele dieser Werte noch nicht beim Hausarzt bestimmt werden. Also LPA ist so ein gutes Beispiel, gibt dir eine Aussage über dein Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko und ist quasi immer noch nicht zwar standardmäßig beim Hausarzt bestimmt. Und wir gehen durch diesen Wert durch, aber auch ganz viele andere Werte.

Auch wir gehen durch Cholesterin-Werte, Blutzucker-Werte, ganz viele andere Marker. Also wir haben viel zu covern und ich wünsche euch viel Spaß und gute Insights bei der Folge. Let's go! So, jetzt haben wir gesprochen über ein paar Untersuchungen, die wir machen.

Ultraschall, EKG und das Thema Blutdruck, was wir uns ausführlich anschauen. Und jetzt kommen wir, wir freuen uns schon. Laurens und ich freuen uns hier, dass wir dich jetzt löchern können.

Jetzt kommen wir zum Blutbild. Also kennt jeder, es gibt ein kleines Blutbild, es gibt ein großes Blutbild. Selbst das große Blutbild reicht uns bei Weitem nicht aus.

Und das ist jetzt schon mal der allerwichtigste Punkt, da reitet ja jeder momentan drauf rum, wenn ich so zum Arzt gehe und sage, ich brauche ein großes Blutbild. Das große Blutbild hat nichts mit dem Umfang zu tun, sondern das Blutbild selber sagt nur etwas über die Zusammensetzung der Blutbildung. Es gibt drei Blutreihen, rote, weiße, Blutkörperchen, Thrombozyten.

Und da geht es darum quasi, das große Blutbild ist eigentlich die Blutreihe mit einer Differenzierung der weißen Blutkörperchen. Das ist nur so eine Fehl-Aussage im Volksmund, wenn man so möchte. Aber wir kriegen doch immer einen Kommentar, das heißt offiziell nicht Blutbild, sondern Blutanalyse.

Genau. Es heißt nur der Einfachheit halber im Volksmund heißt es Blutbild. Es ist einfacher im Volksmund Blutbild.

Nur das Problem ist, ich habe es in der Tat ein paar Mal gehabt, dass Patienten zu mir kamen und mir von ihrem Hausarzt ihr großes Blutbild hingelegt haben und dann eben diese Differenzierung war, plus ein, zwei Werte, die der Hausarzt noch wollte. Und das reicht eben nicht. Also wenn ihr für euch sagt, ich möchte wissen, wo ich stehe, dann müsst ihr hingehen und sagen, ich brauche eine große Blutanalyse oder sowas.

Dann weiß man, das wird mehr. Wir sprechen jetzt über alle Werte, die ihr nehmen solltet. Warum und was wir möglicherweise tun, wenn sie falsch sind oder wenn sie nicht in dem Bereich sind, wo wir sie haben wollen.

Was ihr seht jetzt gerade, wenn ihr hier videotechnisch noch zuschaut, ist quasi ein Dashboard. Das haben wir gebaut von Long Game für die Leute, die wir quasi begleiten. Ich selber bin auch in dem Dashboard, deswegen gehen wir mein Blutbild jetzt so durch.

Ihr seht hier, ich habe gerade Favoriten markiert. Wir gehen jetzt ein paar Favoriten durch, die besonders spannend sind zu besprechen. Dann gehen wir aber die gesamte Tabelle durch.

Also das gesamte Blutbild, dass man es einmal gehört, da sind natürlich viele Werte und Namen drin. Und das werden wir dann überfliegen, weil es einfach nicht so relevant ist alles. Aber das blättern wir auch einmal komplett durch, weil das in schöne Kategorien eingeteilt ist.

Wie eben Blut, Blutgerinnung, Blutzucker, Eisen, Eiweiß, Entzündungen, Fette. Es gibt halt einige Werte, die brauche ich, um ein Gesamtbild zu haben, weil ich manches in Verhältnis zueinander setzen muss. Das werden wir aber jetzt nicht alles im Detail zusammenbringen, sondern wir fokussieren uns eben jetzt auf ein paar Hauptwerte, die wirklich ausschlaggebend sind.

Wenn ihr dann eben als Bild mitschaut, nicht wundern, man muss zu den Referenzwerten noch einen Punkt sagen. Jedes Labor hat seinen eigenen Referenzwert für einen Blutwert. Das ist insofern wichtig, weil die haben unterschiedliche Testansätze oder Testmöglichkeiten.

Darum muss jedes Labor seine Referenzwerte rausgeben. Und dann ist es eben so, dass wir von Long Game quasi gesagt haben, wir nehmen die Referenzwerte des Labors, mit dem wir die Blutentnahmen gemacht haben und machen hier quasi unseren persönlichen Referenzwert drauf, der eine scharfe Longevity-Ansatzidee verfolgt. Das sind jetzt nicht die Standardreferenzwerte.

Das sind unsere von dir festgelegten Referenzwerte. Die werden wir auch gleich vorlesen. Man muss das jetzt nicht mit Video verfolgen, aber wir werden das gleich zu jedem sagen.

Übrigens dazu ein ganz spannender Fun-Fact. Tatsächlich ist es so, also man fragt sich, warum ist das denn so, dass quasi diese Referenzwerte nicht einfach, es gibt nicht einen Longevity-Referenzwert meinetwegen. Es ist tatsächlich erst so, das hat mir eine Kollegin vom Labor mal gesagt, dass sich einfach Laien mit Blutanalysen beschäftigen, ist erst so ein Phänomen seit so drei, vier, fünf Jahren.

Und davor war es quasi einfach immer nur so ein internes Zwischenärzten. Und deswegen gibt es auch noch nicht so wahnsinnig viel, wie man diese Werte eben für einen Laien aufbereitet eben gibt. Fand ich ganz spannend irgendwie.

Das denkt man gar nicht so. Man denkt so, Blutanalyse machen irgendwie viele so. Ja, ja, ja.

Ich finde es aber spannend, dass bei den meisten Ärzten ja noch, wenn du sagst, können sie es mir per E-Mail schicken. Nee, ich kann mal gucken, ob ich es ihnen ausdrucken kann. Weil ich mir denke, in welcher Welt leben wir ja.

Aber gut, umso schöner, dass ich dieses Dashboard hier genießen darf. Wir gehen das jetzt in einer erst mal zufälligen Reihenfolge durch und dann kategorisieren wir nachher, damit man ein Gesamtbild übers Blutbild geht. Wir fangen jetzt nämlich an bei mir mit dem, würde ich sagen, also LPA und dem ApoB, weil das bei meiner Geschichte jetzt gleich relevant ist.

Wir fangen jetzt aber, genau, LPA ganz kurz angeguckt. Das ist bei mir zweimal gemessen worden. Das erste Mal bei dir dann im Rahmen unseres Events.

Das war einmal bei 56 und einmal bei 65 Milligramm pro Deziliter. Was hat man da jetzt gemessen? Also da haben wir hier nochmal Verweis auf die erste Folge, haben wir quasi jetzt die Schneeketten an den Autos mit den grünen Türen gemessen. Und da ist es eben so, eben dieses spezielle Lipoprotein, das eben wahnsinnig hohes Risiko mit sich bringt, eben Ablagerungen von Cholesterin an den Gefäßwänden zu bekommen.

Und das ist ein genetischer Faktor. Das heißt, muss man sagen, wenn genetisch, dann muss er ja immer gleich sein. Dann sieht man die Besonderheit von Laborwerten.

Man hat immer eine gewisse Schwankungsbreite oder Messungenauigkeit oder Messvarianz, wenn man so möchte. Darum gibt es eben auch gewisse Bereiche, bei denen jetzt beim Lipoprotein A sagt man, unter 30 Milligramm pro Deziliter ist der Perfektwert. Zwischen 30 und 50 habe ich ein bereits erhöhtes Risiko und über 50 habe ich halt das falsche Bingo gespielt.

Ist egal, wie hoch dann? Ziemlich. Es gibt ja also manchmal 130 oder sowas. Da ist einfach nur so, dass man weiß, ich habe einfach noch mal mehr von diesen Schneekettenautos.

Das heißt, ich habe da schon noch mal eine höhere Tendenz, aber wie viel das dann ausmacht, ist nicht mehr so viel. Also es ist nicht doppelt so schlecht. Genau.

Also es ist wichtig zu verstehen. Aber man muss abspeichern, wenn ich über 50 bin, ist es einfach schon mal doof. Wenn ich dann weit über 50 bin, ist es noch mal blöder, als wenn ich so über 50 bin.

Aber es ist nicht der Hebel, wie wenn ich unter 30 bin und über 50 habe. Also fest 0 bis 30 Ampelgrün, 30 bis 50 Ampelgelb, alles über 50 Ampelrot. Genau.

Schön für mich, Ampelrot. Aber genau, jetzt nur noch mal, wer das Schneekettending nicht gesehen hat, es geht grundsätzlich darum, das ist eine Veranlagung, die ist nicht egal, wie man sich ernährt, verhält sonst was, tut. Eine Veranlagung, dass man leichter Ablagerungen in den Arterien bekommt, Risiko für Herzinfarkt.

Habe ein Viertel der, genau, diese genetische Veranlagung, habe ein Viertel. Lass LPA testen. Absolut.

Ist das teuer? Sagen mir da Ärzte. Um Gottes Willen, das LPA können wir nicht nehmen? Oder ist das eine standard einfache Sache? Gemacht wird es ja nicht. Gemacht wird es nicht.

Ist jetzt zunehmend in die Leitlinien gekommen, Gott sei Dank. In die kardiologischen Leitlinien. Gekostet, kommt ein bisschen, glaube ich, aufs Labor an, irgendwo um die 20 bis 30 Euro.

Also man hat, ich habe ja meine Mama angerufen danach sofort und meinen Papa, weil irgendwoher hat man es genetisch, ich habe es von meiner Mama, die hat dann bei ihrem Hausarzt angerufen, der hat tatsächlich diesen Wert mal genommen, vor 10 Jahren, von über 100, nichts gemacht. Unfassbar. Und wie krass wichtig dieses Wert ist.

Also LPA. So, jetzt kommt es zum Wert, der dann auch alle betrifft und sehr stark betrifft, nämlich jetzt gehen wir rüber zu ApoB, sinnigerweise. Das haben wir auch schon erklärt.

Das misst jetzt eben, wir haben es wieder gesagt, es gibt, also Autos fahren durch die Blutbahn, das war unser Bild, und die, die eine grüne Tür haben, die Autos, die können sehr leicht... Was das ApoB ist, diese grüne Tür, ne? Genau, die können sich sehr leicht anhaften oder zu Ablagerungen führen. Das ist also, was man früher, hat man LDL-Cholesterin und so, gemessen und sich darüber aufgeregt, dass aber nur ein Bild, der nur eine Teilmenge hat, der viel bessere Wert ist ApoB. ApoB wird auch wieder standardmäßig nicht gemessen.

Genau, es geht immer nur über das LDL und Standard ApoB wird so leider auch nicht gemessen. Also wenn ich zu meinem Hausarzt gehe und sage, ich möchte wissen, wo mein Cholesterin steht und ich sage zu ihm nicht, dass ich ApoB will, dann kriege ich kein ApoB. Dann kriegst du ein Gesamtcholesterin, HDL und LDL.

Und das reicht nicht. Das reicht eigentlich nicht. Also die Studien sind bisher auf LDL gestützt.

Die ganzen Aussagen bestehen auf LDL. Darum wird LDL noch mit abgenommen. Auch weil es einfach der Wert ist, den man als erstes kannte.

Der hat sich gehalten. Aber man hat eben im Laufe der Forschung gesehen, es gibt ja das ApoB und das ist quasi zu messen. Aber es hat sich eben noch nicht durchgesetzt, letztlich, dass ApoB primär gemessen wird.

Wird aber kommen. Bin ich mir sicher. Wird absolut kommen.

Aber das ist wirklich, jeder sollte sein LPA und sein ApoB kennen. Genau. Also ich mache es mittlerweile so, ich nehme bei meinen Patienten das LDL nur noch mit ab, dass wenn sie irgendwo anders mal sind, dass die Kollegen diesen Wert haben.

Aber wenn ich einen Überblick über Cholesterin an sich im Verlauf mache, nehme ich nur noch ApoB. Also wir managen, wir alle müssen, jeder der hier zuhört, muss um sein Herzinfarktrisiko zu managen, sein ApoB managen. Richtig.

Er muss sein LPA kennen und sein ApoB managen. Genau. Weil ApoB muss er ständig machen.

Das sehen wir auch bei mir jetzt. Da gibt es eine Veränderung, die sind auch wirklich vorhanden. Du hast einfach wieder so viel gefressen.

Ja, ja, ja, genau. Wir kommen gleich dazu. Mein Arzt stellt mich nicht so gut ein, was er da so macht.

Das kann ich mir leider, die Schweinshaxe nicht genau. Okay, jetzt sind das, also ich habe jetzt hier Werte, mein erster gemessener ApoB-Wert von dir gemessen im Mai 25 von 0,6 Gramm pro Liter. Manche drücken das auch in 60 aus.

Genau, das sind Milligramm pro Deziliter. Das wird auch der Wert sein, wenn ihr googelt ApoB, wird euch klassischerweise eher Milligramm pro Deziliter ausgeworben. Also sprich, bei Marco müssen wir halt jetzt einfach immer 61 sagen.

Also du misst bei mir 61, dann hättest du ohne einen erhöhten LPA gesagt, das ist ganz okay, Marco. Absolut. Also man sagt, normalerweise sollte da, wenn ich gar keine Risikofaktoren habe und null Veranlagung und überhaupt gar nichts, dann sollte man unter 100 sein, unter 100 Milligramm pro Deziliter.

Damit wärst du fein. Auch aggressiver Longevity-Ansatz? Aggressiver Longevity-Ansatz würde ich unter 90 gehen. Okay.

Ja, da würde ich sagen, okay, jetzt lass mal wirklich gucken, kann ich da mit Sport noch ein bisschen, kann ich da noch ein bisschen hier und da, ja. Komme ich auf unter 90, dann stehe ich gut da. Nur, wenn ich keinerlei anderes Risiko habe.

Also der Mensch raucht logischerweise nicht, der trinkt nicht. Der raucht nicht, der trinkt nicht, der hat einen Körperfettanteil von ungefähr 10% und weniger so ungefähr. Also ein bisschen überspitzt gesagt.

Die Eltern haben nie was gehabt. Es gibt keinen Bluthochdruck, keine Atherosklerose in der Familie. Diesen Fall gibt es fast nicht.

Und dann muss man eben gucken, welches Risikoprofil bringe ich mit. Allerdings bei dir, wenn du jetzt da wirst und gesagt hast, okay, ich habe überhaupt nichts, ich habe ein, zwei Patienten, die haben kein Risikoprofil, die kommen aber auch mit einem APOB von 60. Das ist genial, weil dann kann man denen sagen, pass auf, also das Thema Herz-Kreislauf-Erkrankung wird für dich, wenn du nicht jetzt Ketten rauchen anfängst, kein Thema sein.

So gesehen muss man sagen, dass du so ein gutes APOB hast, ist wahrscheinlich so ein bisschen deine Lebensversicherung jetzt gewesen, weil du hast ein hohes LPA und du hast geraucht. Da wäre mit einem hohen APOB sicherlich noch mehr mit reingekommen. Was mich natürlich sehr interessieren würde, wie war mein APOB in meinen Zwanzigern? Das weiß ich nicht.

Ich habe mal so Anfang 30er reingeguckt in meinen Cholesterin. Das war schon ein gutes Stück höher als jetzt, weil ich da schlechter oder Ende 20 einfach einen schlechteren Lebenswandel hatte. Das kann ich schon beeinflussen.

Gut, da kann man jetzt natürlich sagen, auch für die, die alte Blutwerte haben, für euch zu Interesse, auch da, wir haben in der ersten Folge über das sogenannte Non-HDL gesprochen. Also da könnte man zum Beispiel, wenn man Blut abnimmt, kriegt man eigentlich immer ein Gesamtcholesterin und einen HDL-Wert. Das kann man einfach mal abziehen vom Gesamtcholesterin.

Dann habe ich plus, minus, ein bisschen Varianz, kriege ich so grob mein APOB-Wert. Ich habe gerade mal reingeguckt und wir haben jetzt gerade kurz hier einen Schnitt gemacht und kurz einmal versucht, rückwirkend nachzuvollziehen in meinen alten Daten. Da gibt es eben diesen APOB ja nicht, aber da haben wir jetzt irgendwie hergeleitet, vielleicht habe ich ein APOB von 100 bis 110 oder sowas gehabt, könnte sein, auf Basis von alten Cholesterin-Hinderungen, die wir haben.

Das heißt, du würdest behaupten, 2017 war dieses alte Blutbild, das ist also neun Jahre her. Also gerade dein Übertritt in die Dreißiger. Genau, gerade mein Übertritt in die Dreißiger.

Da habe ich gerade angefangen, was für meine Gesundheit zu tun, aber da war man auch noch eher schlecht unterwegs. Das war Firmengründung. Ja, genau.

Also, bumm. Ja, ja, das auf Vollgas, absolut, klar. Aber okay, da hat man, das heißt, mein APOB, das ist ja noch nicht beeinflusst jetzt, von 60, mit dem wir jetzt angefangen haben, bzw.

letztes Jahr jetzt, vor ein paar Monaten, da habe ich mich quasi von irgendwie einer 100 auf eine 60 durch Lebenswandel runter. Was sehr gut ist. Ja, okay.

Aber grundsätzlich vermutest du schon, ich habe eine Veranlagung, eher ein niedriges APOB zu haben, was mir zugutekommt. Genau. Viele Zuhörer werden da weit in der 100er sein, also über 100 sein.

Ja. Und das ist dann ein Signal, wo du ganz klar sagst, wir müssen das tun. Ja, absolut.

Und bei dir in deinem Fall eben, trotz dem, sagen wir so, 110er APOB, ist jetzt ja über dem, wo wir sein wollen, aber wir sind jetzt nicht bei 140 APOB. Aber es zeigt einfach mit dem erhöhten LPA und dem Blutdruckkiste, dass du einfach Ablagerung hast. Und aufgrund dessen, weil Ablagerungen da sind, habe ich einen ganz anderen Referenzwert, wo ich hin muss.

Und das war dann die Entscheidung, weil wir gesagt haben, Cholesterinsenker um, runter mit dem Herzen. Du hast zu mir gesagt, wenn wir in vier Jahren wieder ein Herz-CT machen, glaubst du nicht, dass sich irgendetwas verändert hat. Ja.

Weil wir keine neuen Verkalkungen im Anmarsch gesehen haben, weil wir meinen, APOB sehr streng managen und nicht die Risikofaktoren vom Tisch abmachen. Du hast sogar das Rauchen aufgehört. Vapen ist noch übrig geblieben, aber ja.

Weiß man nicht, wie schlimm es ist, Vapen zu rauchen. Gleich schlimm? Nicht ganz gleich schlimm, aber es ist schon ein bisschen Mogelpackung, wie man sich schönredet. Weil es schmeckt so viel süßer und angenehmer.

Wirklich gefährliches Zeug, echt brutal. Jetzt nochmal. Jeder, der ein APOB hat von unter 90 oder so, da sagst du, Longevity-mäßig ist es mal ganz gut, wenn sonst keine Risikofaktoren.

Da muss ich erstmal nicht in Panik geraten. Und Longevity-technisch ist man schon mal echt gut aufgestellt. Aber du würdest das schon aggressiv managen? Ja, auf jeden Fall.

Es ist schon so, selbst in kardiologischen Kreisen, es gibt eigentlich kein zu niedriges Cholesterin. Und drum ist es so, wenn ich da 90 habe und schon alles optimiert habe und sage, ich will aber gar nicht, dass ich überhaupt ansatzweise in diesen Bereich komme, dass was passieren oder sich entwickeln könnte, ja gut, dann senke ich es einfach noch weiter. Also im Rahmen des Longevity-Ansatzes würde ich einfach noch weiter runtergehen.

Kinder haben doch so ein niedriges Cholesterin. Das habe ich nochmal in den Zusammenhang gehört. Ein sehr niedriges Cholesterin macht dir nichts, weil Kinder funktionieren super, die wachsen sogar und haben ein ganz niedriges Cholesterin.

Genau. Weil eben auch wie in der ersten Folge gesagt, Zellen alle ihren eigenen Cholesterinstoffwechsel auch haben. Das heißt, ich brauche nicht ein großes Cholesterin, von dem irgendwie so jeder Zelle von dem Berg was abnimmt, sondern ich muss einfach ein gewisses Grundgerüst präsentieren, dass so eine Grundversorgung da ist.

Und den Rest macht die Zelle selber. Also ich selber, wenn ich jetzt ein neues Blutbild bekomme, mittlerweile ist ja das Dritte hier, das Erste, was ich mache, ist abprobieren. Gucken, ist das irgendwie so, das ist das Erste, was mich interessiert.

Ich gehe dann runter auf 40 mit Statin. Das hast du mir dann gegeben. Jetzt müssen wir natürlich Statin einmal kurz erklären.

Also es gibt verschiedene Medikamente, mit denen ich Cholesterin senken kann. Und der Hauptüberbegriff ist, oder ein Überbegriff eines Medikaments ist der sogenannte Statin. Ist der klassischste Cholesterinsenker und das ist der, den man schon am längsten kennt.

Also da haben wir einfach viele Jahrzehnte Erfahrung mit dem Medikament. Wenn man es googelt, man liest sehr, sehr, sehr viel darüber. Vieles, was sehr irritierend ist, was das Statin nicht so gut dastehen lässt, muss man sagen.

Wo es aber keinerlei Studien gibt, die es in irgendeiner Form beweisen oder noch nicht mal einen Trend zeigen. Insofern ist es schwierig, weil man diese Gerüchte quasi immer wieder aus der Welt schaffen muss. Aber es ist ein sehr potenter und sehr guter Cholesterinsenker.

Was macht das Ganze? Es gibt, wie überall immer im Körper, in den Zellen Enzyme, die die Arbeit machen. Und es gibt quasi ein Enzym, das die eigene Cholesterinproduktion in der Leberzelle managt. Und das Statin hemmt dieses Enzym.

Das heißt, die Zelle selber kann nicht mehr so viel Cholesterin für sich produzieren, sagt aber, stopp, ich brauche ein bisschen was. Und was macht die Leberzelle? Sie setzt Rezeptoren an die Oberfläche, damit sie das Cholesterin aus dem Blut rausziehen kann für sich. Und damit habe ich weniger Cholesterin, also Blutfette in meinem Blut.

Das ist der Wirkmechanismus. Und Ziel ist immer, so wenig Cholesterin wie möglich quasi im Blut zu haben. Dann gibt es noch anderes.

Das nächste, über das man sonst spricht, ist ECT-MIP. Darf ich ganz kurz zu dem Statin noch? Du hast mir gesagt, was passieren könnte, wären Muskelzuckerungen. Nebenwirkungen.

Klassische Nebenwirkungen, die man sieht, sind Muskelkrämpfe eher. Dass man das Gefühl hat, wie Muskelkater, ich gehe leichter in den Krampf. Da gibt es eine gewisse Diskrepanz.

Die Studien zeigen eigentlich, dass es deutlich weniger auftritt, als man es so in der Praxis sieht. Ich glaube, es gibt schon eine Dunkelziffer, weil man viel über das Statin mittlerweile weiß. Wenn man es nimmt, ist da sicherlich auch ein Kopfeffekt mit drin, dass ich nehme jetzt was und spüre ich was oder nicht.

Man hört mehr in sich rein. Aber es gibt es auf jeden Fall. Ich kenne es bei mir selber.

Bei mir geht es bis zu einer gewissen Milligrammzahl, also Dosierung gut. Wenn ich eine gewisse Schwelle überschreite, dann habe ich einfach nachweislich Krämpfe, wo ich nicht rauskomme. Dementsprechend, das ist eine Nebenwirkung, die entstehen kann.

Man muss, wenn man mit einem Statin beginnt, sechs bis acht Wochen später, einmalig nochmal verschiedene Blutwerte kontrollieren lassen. Das ist gerade ein spezieller Muskelwert, der sogenannte CK-Wert, also Kreatinkinase. Und man muss einmal die Leberwerte kontrollieren lassen.

Weil ich in den Stoffwechsel der Leberzelle eingreife, kann ich eine gewisse Erhöhung von den Leberenzymen, also Leberwerten haben. Was in einem gewissen Grad, also man sagt, drei- bis vierfacher Anstieg der oberen Norm des Leberwerts, ist überhaupt kein Problem. Aber es sollte eben nicht sukzessiv ansteigen.

Und das muss man eben einmal im Auge behalten, damit das nicht schief geht. CK? Ist bei dir verfälscht. Weil der CK-Wert ist ein sehr sensitiver Wert, der zeigt, ob irgendwo in Anführungszeichen Muskelzellen kaputt gehen.

Ist aber so, dass wenn wir die Blutentnahme machen und zum Beispiel den Stauschlauch länger dran haben, kann das schon verändern. Dann kann der Wert ansteigen. Oder wenn du am Vortag Sport gemacht hast, kann der höher sein.

Oder wenn du auf dem Weg zur Blutentnahme dich an der Tischkante anstößt oder so, kann der auch schon höher sein. Man darf aber jetzt nicht grundsätzlich, nur weil der CK-Wert ein bisschen hoch ist, sagen, naja, hast du halt vielleicht vorher Sport gemacht oder irgendwas. Darum darf der so sein.

Also man muss das schon ins Verhältnis setzen. Der ist bei mir durchgehend hoch. Du sagst ein Referenzwert hier von 190.

Meine Werte sind 656, 454, 582. Ja. Ist bei dir aber, da haben wir zuletzt geguckt, du hast jedes Mal Krafttraining gehabt vorher.

Ja. Ja, ja, ja. Das heißt, das müsste man eigentlich mal... Du bist mit Krafttraining, du bist in der Baseline, also du bleibst gleich.

Wichtig wäre hier, dass man sagt, okay, wenn du jetzt trotzdem weiter ansteigen würdest, obwohl du selben Impact hast oder so, dann muss man wieder aufpassen. Weil ich so viel lieber den Referenzwert bin, darf ich mir selber attestieren, dass ich meine Muskeln so richtig schön kaputt gemacht habe. Also du hast gut trainiert auf jeden Fall.

Du hast gut trainiert. Das nehme ich. Gut.

Okay, Statin, jetzt wolltest du weitermachen. Genau, das gibt noch ein anderes, ein klassisches, das ist das sogenannte E-Cetamib. Das ist ein Medikament, das verhindert über, also ich esse quasi etwas, dann habe ich Cholesterin, das nehme ich über den Darm, über die Zellen in meine Blutbahn auf.

Und dieser Rezeptor, der das quasi durch die Zellen durchschleust und aufnimmt, wird durch das E-Cetamib geblockt. Und damit kann ich aus dem Darm weniger Cholesterin aufnehmen, was dazu führt, ich habe per se erstmal schon mal weniger in der Blutbahn und weniger was, was eben ankommen kann. Also es kommt weniger Fett generell in die Blutbahn rein.

Es kommt weniger Fett generell in die Blutbahn, genau. Das macht man ja so, also bei mir hat man gemerkt, dass Statin reicht, bringt mich auf 0,4 oder auf 40. Jetzt haben wir wieder einen Anstieg auf 52 beim letzten Mal.

Ich habe zu dir gesagt, ich habe in der Zeit so 4 Kilo zugenommen, aber ich glaube schon auch sehr viel Muskelmasse, weil ich wirklich ein bisschen mehr Kalorien gegessen habe und es war lustig, so nach einem Jahr Krafttraining wieder kam ich plötzlich in so eine Art Gain-Phase, wo ich gemerkt habe, jetzt geht wieder richtig was. Darauf schiebst du das, dass dadurch mein Cholesterin schlechter wird? Weil einfach auch egal wie, auch wenn du Muskulatur zunimmst, du musst in einen gewissen kalorischen Überhang gehen. Jetzt kann man sagen, ich habe ja jetzt aber nicht nur fettig gegessen, sondern ich habe mich gut ernährt.

Ich habe vielleicht aber auch mehr Kohlenhydrate gegessen und Kohlenhydrate ist auch etwas, was einfach im Verlauf, wenn der Kohlenhydrat-Speicher der Leber überfüllt ist quasi, wird das auch in Fette umgewandelt und dann kann es ansteigen. Also das ist sicherlich deine Zunehm-Phase, die man da sieht. Okay, und daraufhin haben wir von 5 mg auf 10 mg Statin jetzt erhöht? Genau, weil wir wissen, dass du aktuell im Aufbau bleibst und wir dich in dem Bereich halten wollen.

Ja, ja, ja, genau. Und wir wirklich... Und aufgrund der Ablagerung ich dich eigentlich konsequent unter 50 halten möchte. Ja, genau.

Okay, so, wenn jetzt das Statin, ich glaube, so war es zum Beispiel auch bei Stefan, aber wenn ist das Statin nicht angeschlagen? Bei mir hat es gut angeschlagen. Wir gehen von 60 auf 40. Kann ich meinen Fall dazu geben? Also bei mir war es so, genau, wir sind in niedriger Dosierung bei dir rein, du bist super runter.

Man kann sehen, Leute können auf niedrige Dosierung super reagieren. Bei mir ist es auch so, ich habe niedrig angefangen, hat sich nahezu gar nichts verändert in den Werten. Auch ernährungstechnisch im Vorfeld alles ausgetestet, wie niedrig komme ich.

Bin dann auch auf 10 mg hoch. Ab 20 mg habe ich gemerkt, dass ich eben die Muskelkrämpfe bekomme. Bin bei 10 mg geblieben, bin aber im Leben nicht in den Referenzwert gekommen, wo ich hinkommen wollte.

Bei 20 hast du Muskelkrämpfe gemerkt? Genau, genau. Und da war es in der Tat so, also bei 10 mg merke ich, dass wenn ich so Sport mache und die Zehen so ein bisschen zusammenziehe, dass es langsamer geht, dass sie auseinander gehen, also so kurz vorher. Also man kann das schon merken, man kann auch beim Joggen zum Beispiel merken, irgendwie sind die Beine ein bisschen schwerer so, das kann schon auch mal auf Statin zurückzuführen sein.

Bei 20 mg war es bei mir so, ich bin beim Sport über den Platz gerannt und mir ist mehr oder weniger der Unterschenkel am Oberschenkel hängen geblieben. Also da war wirklich alles dicht. Und dementsprechend, gut, bin ich auf 10 runter, schlagartig alles wieder gut.

Aber ich war nicht in dem Referenzwert, wo ich hinwollte. Das heißt, ich habe ein zweites Medikament, dieses ECT-MIP, dazugenommen. Und auch hier zeigt sich gut, dass eben jeder unterschiedlich reagiert.

Bei den meisten Patienten bei mir ist es so, wenn ich diese Kombi habe und mit dem Statin in der Dosierung ein bisschen hochgehe, kommt man an den Referenzwert eigentlich ganz gut hin. Anderer Punkt bei mir war, es hat auch nicht ausgereicht, also ich habe noch ein drittes Medikament. Das ist ähnlich wie das ECT-MIP, das ist die sogenannte Bempedoin-Säure.

Ist ähnlich wie dieses ECT-MIP, aber wirkt quasi ein, zwei Stufen vorher in dem ganzen Stoffwechsel. Hat einfach noch mal ein bisschen weniger starke Erwirkung wie ein Statin zum Beispiel, aber kann eben so den letzten guten Rutschen noch dazugeben. Damit komme ich jetzt nahezu in dem Bereich.

Also man sieht schon, ich bin jetzt derzeit mit dem APOB bei 62. Also ich habe keine Ablagerung, insofern ich wollte mindestens unter 70. Wäre aber gerne irgendwo so im 55er-Bereich.

Und PCSK9 wäre die nächste? Genau, dann gibt es den letzten Bums noch. Das ist das sogenannte PCSK9-Hämmer. Das ist eine andere Kategorie, das kostet irgendwie 6.000 Euro.

Genau, das ist eine ganz andere Hausnummer. Man sagt, so eine Packung mit 100 Tabletten Statin kostet irgendwie 15 Euro, da komme ich drei Monate weit. Ein PCSK9-Hämmer, kommt drauf an, gibt man sich entweder als Spritze, das ist eine Spritze, das ist auch nicht nur eine Tablette, die man nimmt, sondern es ist eine Spritze, die muss man sich geben.

Manch einem ist es wurscht, manch einer hat da ein Problem mit. Auch wenn ich die Nadel und so nicht wirklich sehe, aber da einfach trotzdem sich zu piksen, das ist nicht jedermanns Sache. Und da ist es so, dass es zwei verschiedene Spritzen gibt.

Eine gibt man sich einmal im halben Jahr. Also da kostet eine Spritze 2.500 Euro, sprich Jahreskosten von 5.000 Euro. Und es gibt eine andere Spritze, die gebe ich mir alle zwei Wochen.

Hat alle seine Vor- und Nachteile, aber da ist es so, bei den Zwei-Wochen-Spritzen ist es vom Preis her, wenn ich es hochrechne auf ein Jahr, komme ich auch auf den 5.000 Euro raus. Aber das ist, wie gesagt, noch mal eine andere Hausnummer. Da ist es so, auch hier nur zur Info, wird von den Kassen dann erst übernommen, wenn ich eine wirklich harte Indikation habe, wenn ich nachweisen kann, dass ich mindestens drei unterschiedliche Statine ausprobiert habe, nachweise, dass ich die nicht vertrage, nachweise, dass ich die Kombi-E-Cetamib- und Bempedoin-Säure versucht habe und nicht in den Referenzwert kommt oder den Zielbereich und man vorher Ernährung und Sport etc.

angepasst hat. Also, da muss man allerdings sagen, klar, das ist schon ein fairer Punkt von den Kassen, weil jetzt jedem einfach nur, weil es ihm gerade einfällt, Jahreskosten von 5.000 Euro rauszupulvern, ist ein fairer Punkt, aber man muss schon da gut nachweisen, dass es die Kasse übernimmt. Ansonsten, wenn ich es alleine zahle, kann man es natürlich machen.

Ich habe mal von einem Arzt gehört, der in den USA tätig ist in dem Bereich, der meinte, Statine ist the devil we know und PCSK9-Hämmer sind so the devil we don't know, also mit der Aussage Statine. Wir wissen ganz klar, was es kann, was es nicht kann, weil es einfach über Jahrzehnte Forschung gibt. PCSK9 scheint ein bisschen komfortabler zu sein.

Ist ein bisschen kürzer am Markt, genau. Bei PCSK9-Hämmern ist es so, dass wir Daten haben von ungefähr 10 bis 12 Jahren und real life Daten, also im Körper, im Patienten, im Menschen angewendet, so um die acht Jahre ungefähr. Statine sind wir bei um die 30 Jahre.

Und PCSK9 hat auch fast keine Nebenwirkungen, oder war das so? Kommt darauf an, welche Spritze. Bei der zweiwöchentlichen kann ich auch eher ein bisschen Magen-Darm-Probleme haben, ganz selten auch mal diese Art der Krämpfe, aber super selten. Ist von der Wirkweise ein bisschen anders.

Die zweiwöchentliche Spritze ist so, es gibt ein, auch wieder in der Leberzelle, ein Enzym, das reguliert, wie viele Cholesterin-Rezeptoren habe ich an der Zelloberfläche. Also sprich, wie viel Cholesterin aus dem Blut kann ich rausziehen. Und dieses Enzym bewirkt, dass diese Rezeptoren abgebaut werden.

Bedeutet, ich kann weniger Cholesterin aus dem Blut rausnehmen. Also nicht der Effekt, den ich nicht haben möchte. Die zweiwöchentliche Spritze führt dazu, dass dieses Enzym in der Zelle gehemmt wird.

Damit bleiben genügend Rezeptoren an der Oberfläche und ich kann genügend Cholesterin aus dem Blut rausziehen. Das ist die eine Wirkweise. Das andere ist eine SI-RNA, diese halbjährliche Spritze.

Die Zelle baut ja ihre eigenen Enzyme. Also ihre eigenen Arbeiter für die Stoffwechselprozesse. Und die Spritze, die halbjährliche, bewirkt, dass dieses Enzym, das diese Rezeptoren abbaut, erst gar nicht gebaut werden kann.

Das heißt, es ist gar nicht da. Mit dem Unterschied, dass diese halbjährliche Spritze so gepowert ist, dass die definitiv nur an den Leberzellen andocken kann und auch nur dort wirken kann. Darum habe ich weniger Nebenwirkungen.

Also bei dem anderen ist es nach 24 Stunden im Körper, außer in den Leberzellen, nicht mehr nachweisbar. Beim anderen geht es allgemein in Zellen. Aber die volle Wirkweise habe ich nur in den Leberzellen, weil es auch nur dort dieses spezielle Enzym gibt.

Ist PCSK9 der... Das ist das Enzym. PCSK9 im Vergleich zu Statin, wirkt das auf jeden Fall sicherer und stärker? Kriege ich mit PCSK9 jeden sehr niedrig mit ApoB? Ja, man sagt, mit PCSK9 haben wir als Einzeltherapie, wenn man das anschauen würde, bekomme ich den Cholesterinwert, und auch hier sind die Studien initial über das LDL-Cholesterin gelaufen, kann ich den Wert im Schnitt um 50-60% reduzieren. Und dann kann man gucken, wo stehe ich.

In dem Fall muss ich aufs LDL gucken. Wenn ich jemanden neu kenne, dann habe ich ein ApoB als Referenzwert für mich, dann kann ich es einfach machen. Aber wenn ich es für mich als nicht beim Arzt sitzenden, als Laie selber schauen möchte, dann schaue ich mir mein LDL an, dann weiß ich, wo ich stehe und kann sagen, wenn ich ein PCSK9 alleine nehme, komme ich ungefähr 50-60% runter.

Ganz selten gibt es mal Non-Responder oder Late-Responder. Das heißt, das spricht einfach später an, oder auch gar nicht, hatte ich auch. Ganz wenige Patienten.

Willkommen im menschlichen Körper. Ich habe gehört, PCSK9, es gibt Forschung, eine kleine Pille soll es irgendwann geben. Soll mal so gebaut werden, das ist immer aber noch nicht da.

Wäre es jetzt in meinem Fall, für jeden die Entscheidung, das kann ja jeder für sich selber sagen, jetzt Statin, ich habe schon mal von einem Arzt Flapsig den Witz gehört, wenn du jetzt kein Statin nimmst, dann erlebst du deine Demenz nicht mehr. Das könnte ja vielleicht Demenz sein, das muss jeder für sich selber entscheiden. Aber mein größtes Risiko ist definitiv, ich habe Ablagen durch das hohe LPA, das will ich nicht sehen.

Ich will das nicht in 10 Jahren sehen, ich will das auch in 20, 30 Jahren nicht sehen, weil ich weiß, welchen Impact das hat, wenn ich so ein Herz-CT wieder mache, in 30 Jahren und ich sehe da, das ist jetzt hier, kann sein, das ist wirklich nicht schön, das will ich nicht haben. Glückliche Lebensjahre, das ist unser großes Thema hier. Könnte man nicht sagen, jetzt nimmt man bei mir PCSK9, ich bezahle es, mir ist es scheißegal, ich bezahle jetzt die teure Spritze und dann habe ich ein ABOB von 20.

Also, ich nehme es nicht immer als Monotherapie, ich nehme es gerne immer Monotherapie heißt das Medikament alleine, also nicht in Kombination. Monogamie kennst du wahrscheinlich auch nicht. Das heißt, warum ja, weil wir über die anderen Sachen einfach deutlich mehr Daten haben, wir wissen, wie verhält sich was und wenn ich mit den Medikamenten hinkomme und dich in den richtigen Bereich bekomme, dann gibt es kein Need.

Aber, wenn ich nicht hinkomme, definitiv. Und dann nur noch der Exkurs für ein Viertel der Zuhörer, die auch mit mir im LPA-Boot sitzen. Da wird etwas kommen, wir hoffen sehr, dass es im Laufe dieses Jahres auch den, überhaupt den Markt erreicht und auch dann den europäischen Markt erreicht.

Es wird ein Medikament kommen, das ähnlich wie diese halbjährliche Spritze quasi dieses Medikament verhindert, dass dieses LPA überhaupt erst gebildet werden kann. Also, dass die Autos Schneeketten kriegen. Genau.

Wir werden einfach die Schneekettenproduktion einstellen. Das ist natürlich der Hammer. Wenn das jetzt nur irgendwo im Aussehen geht, kommt man ran? Also, sobald es da ist, will ich es haben.

Also, sobald es auf dem deutschen Markt ist. Muss es auf dem deutschen sein? Kann ich es nicht in den USA kaufen? Ich? Das müsste funktionieren, wenn du Apotheken hast, die es machen und du selber bezahlst. Müsste klappen.

Okay. Also, okay. Weil das wäre für mich logischerweise Killer.

Wenn ich wüsste, mein LPA ist halbiert. Wenn du den Risikofaktor wegbekommst, super. Okay.

Um jetzt noch einmal kurz all die abzuholen, die quasi jetzt die ganzen Begriffe zum ersten Mal oder als einen der ersten Mal hören. Also, wo sind wir gerade? Wir sind gerade in Marcos Blutanalyse, reden gerade über Blutfette, also Cholesterin und sagen quasi, ein Take-away hier für jeden sollte sein, LPA, Lp klein a bestimmt, A pro b bestimmen. LPA ist der genetische Risikowert.

A pro b sind quasi die gefährlichen Fettteile im Blut drin. Und jetzt haben wir gerade besprochen, wenn man feststellt, man hat einfach eine hohe Anzahl an gefährlichen Fettteilchen im Blut, dass man dann eben gewisse Möglichkeiten hat, über den Lifestyle hier, über den Lebensstil hier anzufangen, das zu reduzieren. Und wenn man da keine Fortschritte macht, eben auch mit Medikamenten hier vorzugehen, und da haben wir gerade über verschiedene Medikamente gesprochen, das wäre dann natürlich ein absolutes Gebiet, wo man sagt, das ist dann ein Territorium, das natürlich mit einem Arzt zu besprechen, der dementsprechend auch dich genau einstellt.

Das aber nur mal hier als Kontext, was man eigentlich machen kann, und was auch Marco quasi, das war jetzt 1 zu 1 ein Ausschnitt aus dem Gespräch, den wahrscheinlich Marco und Markus auch quasi unter vier Augen hatten. Und das wollen wir gerne noch einmal teilen, um hier zu hören, wie sowas quasi potenziell aussehen kann. Und jetzt mache ich die Kategorie einmal rund.

Ich bin jetzt in die Gesamttabelle gewechselt für Fette, also Kategorie im Blutbild, Fette. Und du sagst mir einfach jetzt nur ganz kurz, da brauchen wir nicht genau drauf eingehen, oder Apolipoprotein B100 wurde noch mit negativ. Genau, also es gibt nicht nur den LPA, also Lipoprotein klein a-Wert, der genetisch ist, sondern es gibt noch zwei andere, es gibt das Apolipoprotein E, also Apo E, und es gibt das Apo B100.

Das sind auch genetische Faktoren, dass wenn ich beim Apo B100 eine genetische Veränderung dieses Gens habe, dann habe ich auch wieder ein höheres Risiko. Und da ist negativ, du hast nicht diese Veränderung. Und beim Apo E ist es so, es gibt sogenannten Allele, also sprich, ein Allee kriege ich von Mama und eines von Papa, und das zusammengibt die Konstellation.

Das ist eine DNA-Analyse, über die wir reden. Eine DNA-Analyse, genau. Und da ist es so, dass es das Allel 2, 3 und 4 gibt, und überall, wo ich das Allel 2 mit im Spiel habe, habe ich ein höheres Risiko für Cholesterinablagerung, also Atherosklerose.

Überall, wo ich das Allel 4 dabei habe, habe ich ein höheres Risiko hinsichtlich neurodegenerativer Erkrankung, also gerade so Richtung Demenz. Und das Allel 3 ist so das Top-Allel, das man eigentlich haben möchte. Und da hast du ja von beiden 3, also jeweils 3 und 3, sprich, du hast eigentlich die Konstellation, die man sich genetisch in dem Fall wünscht.

Und das spricht auch wieder ein bisschen dafür, dass du einfach bei dem hohen LPA-Wert so einen gewissen anderen Schutz mit drin hast. Jetzt haben wir hier drin auch noch irgendwie bei Fette messen wir Omega 3, was ein Fett ist, verschiedene Säuren davon. Genau, also wir haben Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren bei dir gemessen.

Und da gibt es dann noch die Möglichkeit, den Omega 3-Index zu messen, richtig. Und der sagt mir quasi etwas darüber aus, wie sehr die Fette an die Membran der roten Blutkörperchen angeheftet sind oder getransportiert sind. Und dadurch kriege ich einen ziemlich guten Wert über eine Gefäßgesundheit, wenn man so möchte.

Und da ist es klassischerweise so, dass man sagt, ab 8% wäre da ein Wert, wo man hinkommen möchte. Und auch hier zeigt sich oft, dass wir meistens mit Omega 3-Fettsäuren unterversorgt sind oder zu wenig aufnehmen. Du bist mit mir zufrieden, ich bin im Zielbereich.

Genau. So, dann ist da noch, jetzt sind noch andere, also Apo A1, warum hat man das? Genau, Apo A1 ist ein, wir haben in der ersten Folge über das Gute und das Schlechte Cholesterin gesprochen. Und man weiß, dass die schlechten Cholesterine alle irgendwie Apo B dranhängen haben.

Wir wissen, dass das Gute Cholesterin ein so genannte Apo A Subgruppe ist. Und das Apo A1 ist quasi der Überbegriff der Guten. Deswegen gibt es auch wieder ein Quotient.

Genau, darum geht es ja auch wieder gut zu schlechtem Quotient. Und in dem Fall ist es eben, warum hier, sonst möchte ich es immer niedrig haben, das Apo A1 möchte ich hoch haben. Mein Quotient ist 0,33 zwischen den beiden.

Am Ende, wir gucken Apo B. Wir gehen nur hindurch. Genau. Also wir wissen auch, dass einfach, ich kann das Gute nicht irgendwie beeinflussen oder pushen.

Das heißt, das reagiert meistens drauf, wenn ich das Schlechte beeinflusse. Und dementsprechend muss der Fokus einfach auf dem Apo B sein. Okay, und jetzt die veralteten Klassiker.

Non-HDL, LDL, HDL, haben wir schon erklärt. Cholesteringesamt, finde ich jetzt nur interessant. Ich habe gerade auf mein Cholesteringesamt mal draufgeklickt.

Mach das hier mal. Das ist von 126 runter auf 101, wieder hoch auf 112. Hat sich quasi synchron zum Apo B-Verhalten.

Und dann sieht man, was eben in dem Gesamt drin hängt und was aber auch den größten Hebel hat. Okay, kann aber irre für uns. Es reicht nicht nur das Gesamtcholesterin anzuschauen.

Es reicht nicht nur das Gesamtcholesterin anzuschauen. Könnte sich anders verhalten als das Apo B. Okay, also das zu fetten. Jetzt gehe ich wieder rüber in meine Favoritenwerte sozusagen.

Und dann würde ich sagen, reden wir jetzt mal über Zucker. Wo ich jetzt schon erschreckend hier erst mal sehe. HBA1C.

Kriege ich plötzlich ein Rot in unserem Dashboard. Da bin ich natürlich traurig, weil ich bei 5,6 bin. Der Arzt scheint hier sehr aggressive Referenzwerte vergeben zu haben.

Also das schulmedizinische Referenzwert ist unter 5,7. Man sagt ein HB1C-Wert unter 5,7 ist ein normaler HB1C. Erklär mal was das bedeutet.

Wir wollen wissen, wie ist mein Zuckerhaushalt in den Gefäßen oder in meinem Körper? Man hat herausbekommen, das ist der HB1C-Wert. Das ist der sogenannte Langzeitzuckerwert. Das kennt man so im Volksmund.

Was sagt das mir? Wir haben an den roten Blutkörperchen, in den Erythrozyten, haben wir den Stoff, das Hämoglobin. Das ist normalerweise dafür da, um Sauerstoff dran zu packen und Eisen zu transportieren oder Eisen zu haben. Man weiß aber auch, dass über einen chemischen Prozess sich Zucker an das Ganze dran hängen kann.

Und das kann ich messen. Ein Erythrozyt, also ein rotes Blutkörperchen, hat ungefähr eine Erhaltwertszeit von 120 Tagen. Plus Minus.

Also weiß ich, dass ich auf jeden Fall 90 Tage abgreife. Also ich bekomme ungefähr 3 bis 4 Monate einen Rückblick. Weil wenn ich quasi meine frischen, die gerade neu auf die Welt kommen, die roten Blutkörperchen, sich mit Zucker in diesen chemischen Prozess eingehen und belegt sind, kann ich messen, welches ist belegt und welches nicht.

Und dann habe ich einen Rückschluss über meine letzten 3 bis 4 Monate. Wie viel Zucker hatte ich denn überhaupt so? Darf ich daraus folgenden Rückschluss ziehen? Wir machen eine ganz separate Folge mit Ernährung und so. Ich habe dann irgendwann vor vielen Jahren mal gelernt, es gibt den glykämischen Index und ich versuche also eher Low Carb zu essen.

Ich versuche vor allem schnelle Zucker zu vermeiden. Wir haben über den Zuckeranstieg gesprochen, den man sogar messen kann mit so einem Gerät. Habe ich über 2 Wochen beobachtet und so.

Und kann man also sagen, dass dieser HbA1c Wert mir ein Feedback darüber gibt, wie gut ich in dieser Disziplin war. Richtig. Man sieht quasi wie gut du ernährungstechnisch in den letzten 3 bis 4 Monaten warst.

Zuckerernährungstechnisch. Zuckerernährungstechnisch. Die Schweinshaxen würdest du da nicht sehen? Ja, die hatten natürlich auch ein paar Kohlenhydrate, aber da geht es jetzt eher ums Fett.

Aber es geht hier nicht um Süßigkeiten, also nicht raffinierten Zucker. Sondern es geht in dem Fall wirklich auch um Kohlenhydrate an sich. Nudeln, Brötchen, Kartoffeln, was auch immer.

Und da ist eben genau das, gut zu wissen, wie reagiere ich auf was? Also wie viel Blutzuckerspitzen bekomme ich auch? Wie viel habe ich über eine gewisse Zeit einfach mehr Blutzucker im Blut? Wo sich leichter dann etwas an die roten Blutkörperchen hängen kann? Anstatt, dass ich irgendwelche Kohlenhydrate nehme, wo ich das nicht so heftig habe, so reagiere. Das ist ausbaufähig hier jetzt wieder. Ja, da ist es so, dass man auch hier ein bisschen... Du grinst immer, wenn ich noch Potenzial habe.

Da freut er sich. Die heimliche Naschkatze hier. Ich frage gleich wegen Skier.

Da hängen wir beide am Tropfen. Also, warum ist es bei dir rot? Weil ich den Referentenzeit auf 5,5 gesetzt habe. Warum habe ich das gemacht? Wir wissen studientechnisch, dass ich... In diesem Fall gibt es wirklich ein Perfekt im Sehrgut.

Also wenn ich unter 5,7 bin, dann kann ich sehr gut schlafen. Das ist absolut der Fall. Also ich habe ein Problem, wenn ich bei 5,8 bin.

Dann bin ich auf dem Weg zu Diabetes schon. Diabetes ab 6,5. Aber in dieser Grauzone weiß man, dass eine ganz leichte Insulinsensitivitätsstörung, also sprich, der Körper reagiert nicht mehr so gut auf das Insulin, bereits am langsamen Entstehen ist.

Darum will man unter 5,7 sein. Studien zeigen aber, dass 4,9 trotzdem auf lange Zeit gerechnet noch mal besser ist als jetzt 5,6 zum Beispiel. Darum habe ich den Wert auf... Ich möchte eigentlich auf 5,5 kommen.

Jetzt muss man natürlich sehen, auch hier, in welcher Phase befinde ich mich. Was mache ich? Man muss bei dir ein bisschen gucken. Du bist im Aufbau.

Du bist im Muskelaufbau. Du brauchst einen kalorischen Miniüberschuss. Du brauchst Kohlenhydrate auf dem Sport.

Also werden wir einen gewissen Punkt einberechnen müssen. Man wird nicht immer in jedem Wert perfekt laufen können. Das ist nicht möglich.

Insofern muss ich gucken, welchen Wert lasse ich für einen gewissen Zeitraum in einen anderen Bereich rein laufen oder nicht. Klar, würdest du jetzt hier balken wie ein Blöder und dich mästen und läufst jetzt dann irgendwie ein Vierteljahr mit einem HbA1c Wert von 5, von 5,9 oder 6,0, würde ich sagen, jetzt müssen wir schon nochmal nachdenken, ob das so viel Sinn macht. Darum bringt mich diese 5,6 jetzt überhaupt nicht aus der Ruhe, aber man muss schon schauen, wenn man sagt, ich möchte jetzt gerade nicht mehr mehr aufbauen, wo pendelt sich das ein? Ich finde es spannend, dass ich von 5,2 komme im Mai 25, im Juni dann 5,5.

Das ist innerhalb von einem guten Monat ist das von 5,2 auf 5,5 angestiegen. Da hat man zufällig zwei Messungen gemacht. Das ist schon interessant.

Und jetzt halt 5,6, das ist gar nicht mehr so groß der Anstieg. Interessant, dass ich innerhalb von einem Monat von 5,2 auf 5,5 gehe, oder? Ja, wobei auch hier, es gibt 5,2 von 5 ist ein großer Sprung, es gibt eine gewisse Messungenauigkeit auch wieder und ja, ich greife das letzte Vierteljahr ab, aber wenn du dann ein Monat ist dazwischen gewesen, wenn du einen Monat drin hast, dann hast du ein Drittel deiner Zeit, die abgegriffen wird. Also mache ich jetzt binnen ein bis zwei Wochen den Test, dann hast du nicht so einen Ausschlag.

Ein Monat ist ein Drittel der Zeit, wenn du da jetzt zum Beispiel schon in den Aufbau bist, kannst du eine gewisse Veränderung schon haben. Zwei Fragen. Skier? Nein, wir kommen zur Ernährung noch, aber ich habe es in der CGM-Messung nicht richtig rausfinden können für mich.

Ganz kurz mal, das ist glaube ich nicht jeder, der den Begriff kennt. Continuous Glucose Monitoring, also sprich so ein kleiner Patch, den man sich meistens an den Arm geben kann, der einfach kontinuierlich den Zuckerspiegel im Kapillarblut ist. Da kommen wir noch einmal gleich und im Detail zu, aber nur, falls man das zum ersten Mal hört, was ist eigentlich ein CGM? Skier ist eine Art Quark, Magerquark im Prinzip.

Ähnliches Produkt, genau. Ich belohne mich abends mit Magerquark, dazu mache ich noch so Süßstoff rein und so, kann man separat diskutieren. Am liebsten von mir Stibitze.

Richtig, am liebsten die Schokobällchen aus deinem Chunky Flavor rausgepflaut. Man weiß, dass dieser Süßstoff, der sorgt für keine Blutzucker, aber durch den Magerquark an sich und eine späte Mahlzeit, da ist ja auch ein bisschen der Laktose. Du hast ein bisschen Milchzucker, aber du hast ein bisschen Kohlenhydrate mit drin, du hast auch einen gewissen Zuckeranteil, aber da ist Skier eigentlich so aufgestellt, das sollte jetzt nichts sein.

Ist es so, wenn ich intensiver im Ausdauertraining bin, dass ich danach noch was esse und das verursacht gar nicht so Blutzuckerspitzen, weil der das schnell wegarbeitet? Normalerweise solltest du jetzt nicht die wahnsinnigen Zuckerspitzen nach dem Sport bekommen, weil deine Speicher so leer sind, dass alles einmal direkt aufgenommen wird. Ist ja auch etwas, was man eigentlich empfiehlt, dass du nach dem Training eine kohlenhydratreiche Mahlzeit isst, damit die Proteine, die du dir zuführst, und die Speicher einfach gut aufpflanzen. Ich bin ja mal einen Radmarathon gefahren, da ballert man sich ja quasi so Quetschis, sagt meine Frau dazu.

Das ist ja einfach purer Zucker, den man sich einfach in den Mund beim Fahren, aber da würde man auch keinen Blutzuckeranstieg wahrscheinlich sehen können, weil das ist in dem Moment, wo man fährt. Okay, so, jetzt, genau, Zucker einmal noch weiter, also den Blutzucker, den HOMA-Index haben wir noch. Vielleicht noch kurz, weil es bei uns ja auch so dargestellt wird, wir haben zwei verschiedene Messarten, das darzustellen, vielleicht das noch einmal kurz, weil die Zahlen ein bisschen voneinander abweichen, also einmal HB1C-NDSP und einmal IFCC, weil wir jetzt gerade über den NGSP gesprochen haben.

Es ist einfach eine Messmethodik, bei der man einmal den Langzeitzucker in dem Absolutwert angibt und einmal in dem Relativwert. Aber das Häufigere, womit man spricht, ist dieser Prozent, der der Relativwert gibt. Um das einmal noch aufklären zu haben, beim Prozentsatz, worüber wir gerade gesprochen haben, NGSP ist 0 bis 5,5 ist so die Range, die du sagst, die da sinnvoll sind.

Bei IFCC werden es eben von 0 bis 39. Das nur der Vollständigkeit halber. Sagt aber dasselbe aus, nur in der anderen Einheit.

Ich will kurz fragen, wir spielen es eben auch in der Kategorie Blutzucker, da wird jetzt noch Insulin gemessen und Glucose. Wenn ich jetzt als Laie dann mich frage, wie steht es rund um meinen Blutzucker, dann würde ich denken, dass mir Insulin und Glucose dazu was sagt. Warum will ich das wissen? Klar, mein Zuckerhaushalt wird durch Insulin gesteuert.

Das heißt, ich möchte wissen, wie gut reagiert mein Körper auf das Insulin. Und ein Wert oder eine Möglichkeit, wie man das darstellen kann, ist eben dieser HOMA Index. Der zeigt in einem Verhältnis zueinander, wie sensitiv reagiert mein Körper auf das Insulin mit dem Zucker.

Da gibt es dann eben ein Absolutverhältnis. Da ist es so, der allgemeine Referenzwert sollte unter 2 sein. Und auch hier wieder, wir haben einen schärferen Ansatz, ich hatte das auf unter 1,5 gesetzt.

Damit man einfach sieht, was habe ich an Zucker da, was muss weggeschafft werden und wie gut reagiere ich darauf. Um ein bisschen in der Analogiewelt zu bleiben, ich habe es damals genannt, Spritverbrauch je 100 Kilometer, das ist quasi der HOMA Index so eine Art, also Miles per Gallon, kennt man irgendwie aus den USA. So niedrig wie möglich, weil es zeigt einen sehr effizienten Stoffwechsel an.

Genau, also um ein gewisses Volumen Zucker wegzubekommen, brauche ich dann nicht so viel Insulin sozusagen. Wie rückwirkend ist der HOMA Index? Der ist super on point. Also das ist eine Snapshot-Aufnahme an dem Tag.

Das ist eine Snapshot-Aufnahme, weil Zucker und Insulin musst du nüchtern bestimmen, weil da hast du jetzt anders gesagt, wenn du nüchtern einen Wert von ungefähr 1,4 hast und irgendwie zwei Mahlzeiten mit Frühstück und Mittag hast und wir nehmen es am Nachmittag, kann es locker sein, dass du 2,8 hast. Ja, das hasse ich übrigens, dass ich nüchtern sein muss beim Blutbild. Also nochmal als Kontext, der HOMA Index setzt Insulin und Glucose in ein Verhältnis.

Das ist nicht 1 zu 1 übereinander, da gibt es eine Formel dahinter, aber quasi deswegen bestimmen wir Insulin und Glucose. Daraus bildet sich dann der HOMA Index, der eben diese Stoffwechsel-Effizienz darstellt. Und deswegen müssen wir nüchtern zum Blutabnahmen hingehen, weil das eben ein Snapshot ist, der wenn ich eine Banane vorher esse, eben enorm verfälscht werden würde.

Also wenn ich quasi Insulin und Glucose nehme, könnte ich theoretisch mit dieser komplizierten Formel selber meinen HOMA Index ausrechnen, der wird aber freundlicherweise Genau, der wird vom Labor mit übernommen und nüchtern, weil so sind die Studien damals gewesen und dadurch, dass Insulin und Glucose in dem Produkt zueinander stehen, wenn ich da jetzt natürlich was esse und mir gerade frisch Zucker zuführe und ich das messe, dann als Produkt haut es mir den hoch, was absolut falsch wäre. Also ich hatte 0,5 im Mai 25 und im November 25 0,9 Damit ist mein Arzt zufrieden mit mir. Und das zeigt er.

Zeigt er in dem Fall und das muss man dann auch drum, wir machen keine Laborwertkosmetik, sondern wir müssen ja das Ganze anschauen. Und wir haben deinen Langzeitzucker und wir haben deinen HOMA Index und wir sehen, du funktionierst eigentlich sehr gut, was deinen Stoffwechsel angeht, deinen Zuckerstoffwechsel. Man sieht aber, dass du über verschiedene Monatsspannen eben eine entsprechende Ernährungsweise angesetzt hast.

Drum ist dein Langzeitzucker ein Ticken höher, aber eben nicht überbünd hoch zum Beispiel. Und das ist eben genau das, was du ins Verhältnis nehmen musst. Alleine nur, wir reden jetzt gerade wieder drüber und ich habe mir das hier angeschaut.

Es gibt da den schönen Spruch, was nicht gemessen wird, kann nicht verbessert werden. Es gibt aber auch den Spruch, wer viel misst, misst viel misst. Ja, richtig.

Aber alleine das nur im Kopf zu haben, man muss ja jetzt hier nicht dogmatisch, gestern Abend habe ich vier Pralinen gegessen und die waren auch lecker und habe mich danach auch geärgert über die, weiß nicht, 280 Kalorien, das kann ja nicht sein, das hat jetzt fünf Sekunden gedauert, die Nummer. Aber gut. Allein das im Kopf zu haben, zu sagen so, hey, in ein paar Monaten, weiß ich ja, machen wir wieder ein Blutbild, machen wir die Messung wieder und so da performen zu wollen, nicht dogmatisch und nicht perfekt und wenn ich essen gehe, dann trinke ich meinen Rotwein und so, ganz normal, aber das verändert einen.

Das verändert einen, dass ich weiß, was ein HOMA-Index ist, dass ich weiß, dass ich einen Langzeitzucker habe, den ich messe, wo ich nicht abkacken will. Das ist echt stark. Okay, Triglyceride.

Triglyceride fällt unter das Thema der Fette auch nochmal mit rein, ist etwas, das haben wir in der falschen Kategorie, unter den Zuckerstoffwechsel auch mit rein spielt, aber dem Triglyceriden wird derzeit eine ähnlich starke Wirkung des Risikos für Ablagerung an den Gefäßen ähnlich wie dem LDL-Cholesterin zugesprochen.

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